Verbreitung von Neurodermitis bei Jugendlichen und Erwachsenen

Die Neurodermitis, auch atopisches oder endogenes Ekzem* genannt, ist eine chronische Hautkrankheit: Fachleute schätzen, dass allein in Deutschland rund vier Millionen Menschen betroffen sind. 

Eine groß angelegte Studie ergab, dass fast 13 Prozent  der Kinder und Jugendlichen an Neurodermitis erkrankt sind. Die Erkrankungshäufigkeit bei Erwachsenen (18 bis 80 Jahre) ist deutlich geringer. Rund drei Prozent dieser Altersgruppe in Deutschland leidet an Neurodermitis.

Groß ist fast immer der Leidensdruck der Betroffenen: Wenn die "unschöne" Haut als starker äußerlicher Makel empfunden wird, schotten sich insbesondere viele Jugendliche von Altersgenossen ab und können sich so sozial isolieren. Also leidet auch die Seele. Der unbändige Juckreiz verursacht nicht nur  Schmerzen, auch der Schlaf wird oft beeinträchtigt. Durch permanente Müdigkeit wird die psychische Belastung noch verstärkt. Dazu kommt die dauernde Ungewissheit, wann der nächste Schub kommt. Eine Stresssituation in der Schule oder am Ausbildungs/Arbeitsplatz -  schon fängt die Haut wieder an zu jucken. 

*Die Bezeichnung Ekzem ist ein Sammelbegriff für entzündliche Hauterkrankungen