Säuglingsekzem

Gemeint ist ein konstitutionelles Ekzem, das sich jenseits des 1. Trimenon manifestiert als nässendes mit Krusten einhergehendes Gesichts- und Kopfekzem oder als trockenes Ekzem. Oft tritt es nach den ersten Impfungen im Babyalter auf, so das man einen zeitgleichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten des ersten Impfens und dem ersten Ekzemausbruch feststellen kann (s. Impfpass). Es besteht die Gefahr einer komplizierenden Infektion durch Eitererreger oder Viren. Häufiger Übergang in Neurodermitis wird beobachtet.

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Säureschutzmantel der Haut

Der physiologische pH-Wert der gesunden Haut wird mit Mittelwerten zwischen 5,4 bis 5,9 angegeben.In diesem pH-Bereich wird die Haut von einer normalen, hauttypischen Bakterienflora besiedelt. Krankmachende Keime werden an einer Ausbreitung gehindert. Im Bereich der Achselhöhlen, der Analfalte und der Genitalien liegen dagegen pH-Werte von ca. 6,5 vor (physiologische Lücke).

Durch einen Anstieg des pH-Wertes in den alkalischen Bereich - zum Beispiel durch häufige Benutzung von Seifen - wird das physiologische Gleichgewicht der Haut gestört. Wenn der pH-Wert für längere Zeit in einem höheren als dem physiologischen Bereich liegt, führt dies zu einer Funktionsstörung des bakteriellen Verteidigungssystems der Haut: Eine Infektion wird begünstigt.

Um dem Einfluß alkalischer Substanzen entgegen wirken zu können, verfügt der Säureschutzmantel über sogenannte Puffersubstanzen. Diese neutralisieren alkalische Substanzen und sorgen so für die Regeneration und Stabilisierung des sauren Hautmilieus.

Salbe

Als Salbe bezeichnet man eine streichfähige, zwischen 0° C u. 45° C plastisch verformbare Arzneizubereitung, bestehend aus einer Salbengrundlage.

Schorf

Schorf ist eine der Haut oder Schleimhaut fest aufsitzende Kruste als Folge umschriebenen Gewebstodes.

Schuppenflechte

Die Psoriasis vulgaris wird auch Schuppenflechte genannt. Sie ist eine familiär gehäuft vorkommende Krankheit, die in jedem Lenbensalter vorkommen kann.

Symptome:
Silbergraue Schuppung bedeckt scheibenförmige Herde, die beim Abschuppen an Kerzenwachs erinnern.

Ort:
Der behaarte Kopf, Streckseiten der Arme und Beine, bevorzugt an Ellenbogen und Knie und über dem Kreuzbein. Es kann auch zu Störungen des Nagelwachstums kommen.

Schuppenkruste

Eine Schuppenkruste besteht aus mit seriösem oder blutigem Exsudat vermischten, eingetrocknete Hautschuppen.

Schuppung, auch Desquamatio bedeutet Abstoßung der obersten, verhornten Schichten der Haut unter Bildung von Hautschuppen.

Physiologische, also normale Schuppung ist eine ständige, plättchenförmige Abschuppung eingetrockener Epithelzellen, die nur unter langzeitigen Verbänden erkennbar wird.

Bei bestimmten Hautkrankheiten dagegen tritt eine sichtbare, z.T. charakteristische Schuppung mit Bildung von Hautschuppen verschiedener Farbe und Form ein.

Schuppungsformen sind kleie-, plättchen-, häutchen-, blätter-, lappenförmige, hornig, körnig, halskrausenartig Schuppen oder Bildung festsitzender Schuppen, ferner fettige Schuppen.

Schutzsalbe

Eine Salbe mit Schutzwirkung gegen physikalische oder chemische Schädlichkeiten wird Schutzsalbe genannt.

Seborrhö, Seborrhoa

Übermäßige Entwicklung des Fettmantels der Oberhaut infolge vermehrter Talgabsonderung als Symptom einer erblichen Hautkonstitution wird fettige Haut oder Seborrhoe genannt.

Sebostase

Sebostase ist die verminderte Entwicklung des die
Hautgeschmeidigkeit erhaltenden Fettmantels.

Silberfolie

Dünngewalztes, steriles Silber zur Wundbehandlung wirkt wundheilungsfördernd (granulationsfördernd) und vermeidet übermäßige Flüssigkeitsverluste

Silbertextilien

Diese Textilien mit Silberanteil wirken antibakteriell und verhindern die Keimbesiedelung von Wunden. Dadurch heilen Wunden schneller ab. Sie werden bei Neurodermitikern mit großflächigem Ekzem empfohlen.

Skabies

Krätze oder Skabies ist eine durch die Krätzemilbe, durch Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch übertragbare parasitäre Hauterkrankung. Sie gehört zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten.

Die Milben bohren sich in die Oberhaut, Inkubationszeit sind wenige Tage bis Wochen.

Symptome:
Juckreiz, besonders nachts und Entzündungen der Haut.

Sonnenallergie

Sonnenallergie oder Lichtdermatitis ist ein Hautausschlag infolge der Einwirkung von Sonnenlicht. Symptome sind Erythem, Ödem u. evtl. Bläschenbildung.

Sonnenbrand

Sonnenbrand oder Dermatitis solaris bezeichnet eine rötliche Entzündung der Haut hervorgerufen durch übermäßige UV-Strahlung. Die Hautelastizität wird gemindert, nicht selten kommt es zur Bläschenbildung und Hautkrebs kann langfristig die Folge sein.

Squama

Eine Squama ist eine Hautschuppe, Hornzellenplättchen, das sich infolge einer Störung ablöst.

Staphylococcus

Staphylococcen sind unbewegliche kugelförmige Kugelbakterien. Sie bilden unregelmäßig-traubenförmige Haufen und wachsen anaerob in sauerstofflosem Milieu. Sie sind unterschiedlich empfindlich gegen Sulfonamide und Antibiotika, variieren in kulturellen Eigenschaften, Pathogenität, Resistenz sowie Enzymausstattung.

Staphylococcus Aureus

Dieser Staphylococcus mit Bildung goldgelber, evtl. - als Variante - apfelsinen- oder zitronenfarbener Kolonien wird Staphylococcus Aureus, goldener Staphylococcus genannt. Er bildet ein komplexes Exotoxin d.h. ein Gift, gegen die der Wirtskörper Gegengifte (Antitoxine) bilden kann. Er ist der häufigste Erreger von Pyodermien.

Staphylodermia

Eine Hauterkrankung durch Staphylokokken (s. Staphylococcen) wird Staphylodermia genannt.

Steroidhaut

Eine Hautschädigung nach langfristiger Anwendung von kortisonhaltigen Cremes oder Salben wird Steroidhaut genannt.

Stoffwechsel

Die Gesamtheit der lebensnotwendigen biochemischen Vorgänge beim Auf-, Um- und Abbau des Organismus und Umwelt nennt man den Stoffwechsel. Das Hauptorgan der meist über mehrere Zwischenstufen ablaufenden Stoffumsetzung ist die Leber. Als Katalysatoren wirken Enzyme und Hormone.

Stoffwechselkrankheit

Eine Störung des Gesamt- oder eines Teilstoffwechsels mit der daraus resultierenden Bildung quantitativ oder qualitativ abnormer Zellstoffwechsel wird Stoffwechselkrankheit genannt.

subakut

Mäßig akut, mit nur schwach ausgeprägten Merkmalen eines typischen akuten Geschehens, nennt man subakut.

Subchronisch

 Ein überwiegend chronisches Krankheitsbild mit wenig ausgeprägtem Verlauf wird subchronisch genannt.

Syndrom

 Ein Syndrom ist ein stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen identisches Krankheitsbild.

Symptomatik

Die Gesamtheit der aus einem Krankheitsprozess resultierenden Symptome wird Symptomatik genannt.