Halbschleimhaut

Die nicht verhornende, von benachbarter Schleimhaut aus befeuchtete Epidermis im Bereich der Körperöffnungen wird Halbschleimhaut genannt.

Hausstauballergie

Die Allergie gegen Bestandteile des Hausstaubs, z.B. Pilzsporen, Pollen, Epidermiszellen von Mensch und Tieren, wird als Hausstauballergie bezeichnet. Die Allergene werden hauptsächlich durch Einatmen (Inhalieren) wirksam.

Haut-pH

Der physiologische pH-Wert der gesunden Haut wird mit Mittelwerten zwischen 5,4 bis 5,9 angegeben.In diesem pH-Bereich wird die Haut von einer normalen, hauttypischen Flora besiedelt. Krankheitserregende Keime werden an einer Ausbreitung gehindert. Im Bereich der Achselhöhlen, der Analfalte und der Genitalien liegen dagegen pH-Werte von ca. 6,5 vor (physiologische Lücke) s.a. Säuremantel

Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Funktionell ist sie das vielseitigste Organ des menschlichen Körpers. Sie dient der Abgrenzung von Innen und Außen (Hüllorgan), dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation, Kommunikation und Wahrung der Homöostase (inneres Gleichgewicht). Weiterhin übernimmt die Haut wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungsmechanismen. Aufgrund der engen Beziehung zur Psyche wird sie auch als "Spiegel der Seele" bezeichnet. Die Haut verträgt den pH-Wert von 5,5 am besten.

Hautausschlag

Ein Hautausschlag kann sich in mannigfaltiger Art zeigen, zum Beispiel als Exanthem, Effloreszenz oder Ekzem, schuppiger, trockener, nässender oder bläschenbildender Ausschlag.

Hautfett

 Die Fette (Lipide) der Hautoberfläche

Unter den Hautoberflächenfetten fasst man die Hautfette der Oberhaut (epidermalen Lipide) und die Fette aus dem Talgdrüsensekret - wichtig für den Hydrolipidfilm - zusammen. Verschiedene Fettsäuren, die insbesondere aus dem Sebum (Talg) stammen und nur auf der Hautoberfläche vorkommen, verleihen dem fettigen Anteil des Hydrolipidfilms eine antibakterielle und pilzabtötende Wirkung.

Hautschutz

(Säureschutzmantel); liegt auf der Oberhaut; kann leicht zerstört werden, z.B. durch Lösungsmittel; dadurch wird die Hornhaut (Hautbarriere) trocken, rissig und durchlässig und Schadstoffe wie Allergene können in den Körper eindringen und Krankheiten hervorrufen.

Herpes

Herpes bezeichnet eine Viruserkrankung mit Juckreiz, Spannungsgefühl und gruppierten, krustigen Bläschen, häufig im Gesicht (Lippen, Nase), teils schmerzhaft, jedoch auch im Genitalbereich oder den Wangen auftretend.

Herpes simplex

Herpes simplex recidivans bezeichnet eine pantrope, fakultativ neurotrope Viruserkrankung mit Juckreiz, Spannungsgefühl und gruppierten, krustigen Bläschen, häufig im Gesicht (Lippen, Nase), teils von stechendem Schmerz, von regionalen Lymphknotenschwellungen begleitet und rezidivierend auftretend. Ein Sonnenblocker oder ein Schutz-Stift mit hohem Lichtschutzfaktor sollte vor der Sonnenexposition verwendet werden.

Heuschnupfen

Der Heuschnupfen, auch Heufieber genannt, ist eine katarrhalische evtl. leicht fieberhaft allergische Erkrankung der Schleimhäute der oberen Atemwege und der Augenbindehaut infolge Überempfindlichkeit gegen unterschiedliche Blüten- und Gräserpollen.

Hydrolipidfilm

Die Hautoberfläche ist mit dem sogenannten Hydrolipidfilm – einer Emulsion von Wasser (hydro) und Fett (lipos) – überzogen. Seine Hauptaufgabe als äußere Barriere ist die Abwehr von Bakterien und Pilzen. Daneben hält er die Hautoberfläche geschmeidig.
Bei der gesunden Haut liegt eine intakte Balance zwischen Fett und Feuchtigkeit vor.
Der Hydrolipidfilm variiert in Menge und Zusammensetzung u.a. je nach Körperregion und exogenen bzw. endogenen Faktoren wie Tageszeit, Jahreszeit, Luftfeuchte oder Ernährung, Streß, Krankheit.

Zusammensetzung des Hydrolipidfilms

Die Analyse des Hautaufbaus und des Verhornungsprozesses (Keratinisierungsprozesses) zeigt, daß an der Hautoberfläche folgende Substanzen zu finden sind:

   - Schweiß und Talgdrüsenfette
   - Substanzen aus dem Verhornungsprozeß (Eiweißspaltprodukte)
   - Die in Abstoßung befindlichen, noch haftenden Hornzellen
   - Wasser, das aus den untersten Schichten nach außen gelangt ist

Bedeutung des Hydrolipidfilms

Eine Aufgabe des Hydrolipidfilms ist die Abwehr von Eindringlingen. Gleichzeitig sorgt er für die Geschmeidigkeit der Hautoberfläche. Wegen des Anteils an leicht sauren Komponenten wie Milchsäure, Pyrrolidoncarbonsäure und Aminosäuren stellt der wässrige Anteil des Hydrolipidfilms den Säureschutzmantel dar.

Hyperkeratose, -keratosis

Hyperkeratose oder -keratosis bedeutet eine übermäßige Bildung des Keratins in der Hornschicht der Haut.