Vermeidungsstrategie (Allergenkarenz)

Ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Anzahl der Schübe zu reduzieren, ist neben der kontinuierlichen Basispflege die Kenntnis  individueller Provokationsfaktoren. Darunter versteht man bestimmte Faktoren, die den Krankheitsverlauf verschlechtern können. Diesen Kontakt mit spezifischen Allergen gilt es  - durch individuelle Strategien (Allergenkarenz) - so gut es geht vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Der Stellenwert von Provokationsfaktoren kann je nach Person sehr unterschiedlich sein. Somit kann eine Karenz bei dem einen Patienten zu einer erheblichen Verbesserung des Krankheitsverlaufes führen, während ein anderer keine Änderung bemerkt.

Provokationsfaktoren erkennen
Zunächst selbst beobachten, welchen Effekt ein bestimmter Reiz, z.B. ein „Kratz-Pullover“, hat oder ob der Krankheitsverlauf in der Pollen-Saison schlimmer wird. Genauere Erkenntnisse bringen aber nur spezielle Hauttests. Experten empfehlen eine individuelle Allergiediagnostit mit sogenannten Pricktestungen und/oder der Bestimmung von spezifischen IgE Antikörpern nach entsprechender Anamnese. Die klinische Relevanz der Sensibilisierenden sollte im Einzelfall mittels Karenz und/oder Provokationstestungen individuell ermittelt werden.

Was sind klassische Provokationsfaktoren?
 Es gibt zwei unterschiedliche Arten:

Zu den unspezifischen Reizen zählen unter anderem:
-    Irritanzien durch Kleidung: empfohlen wird Wolle oder kratzende Textilstoffe niemals direkt auf der Haut zu tragen.
-    Luftschadstoffe wie Tabakrauch oder Abgase können den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.
-    Psychischer Stress sowie klimatische Faktoren haben ebenfalls negative Folgen.

Zu den spezifischen Reizen gehören:
-    Aeroallergene aus der Luft, u.a. Tierhaare, Schimmelpilze, Hausstaubmilben oder Pollen. Zumeist sind es erwachsene Neurodermitis-Patienten, die von Aeroallergenen geplagt werden.
-    Nahrungsmittelallergien: Reaktionen auf z.B.  Kuhmilch, Hühnerei und Weizenmehl. Sensibilisiert sind hier zumeist Kinder. Die Neurodermitis-Leitlinie gibt folgende Empfehlung: Gezielte Eliminationsdiät, altersbezogen nach entsprechender Diagnostik je nach Allergen und Alter des Patienten. Bei der Eliminierungsdiät werden Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen (eliminiert). So kann festgestellt werden, welche Nahrungsmittelbestandteile Symptome wie Hautausschlag und Juckreiz auslösen können.
Wichtig ist, diese individuellen Karenzmaßnahmen zusammen mit einem Dermatologen zu besprechen und nicht selbst zu experimentieren.

Gesichtspflege

Neurodermitis bei Erwachsenen äußert sich vor allem in einer generell hochgradig trockenen Haut. Die Gesichtshaut ist zusätzlich besonders sensibel und benötigt daher spezielle Pflegeprodukte, die möglichst auch an Neurodermitis-Patienten getestet sein sollten. Im Gesicht ist besonders die Augenumgebung betroffen, durch die Trockenheit bilden sich kleine Fältchen und Schüppchen. Aber auch die übrige Gesichtshaut ist gereizt, was sich durch Rötungen und Spannungsgefühl äußern kann.

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"De-stress!"

Das Entspannungs-Programm für trockene und gestresste Haut bei Neurodermitis. Studien im Eucerin® Haut-Institut haben gezeigt: Unsere Psyche und Persönlichkeit stehen in engster Verbindung mit der Haut und prägen ihr Erscheinungsbild ganz entscheidend. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat Eucerin® zusammen mit der Psychologin Iris Nowacki ein mehrstufiges Programm für trockene Haut und Neurodermitis entwickelt.

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Neurodermitis Creme

Regelmäßige intensive Hautpflege durch Eincremen kann helfen, den Hautzustand zu stabilisieren und die Haut zu schützen. Wichtig ist, die Hautbarriere durch eine langfristige Basistherapie zu stärken. Zur Basistherapie gehört eine sanfte Hautreinigung zusammen mit geeigneter Pflege z.B. mit Neurodermitis Creme oder Hautlotionen.

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