Basispflege bei Neurodermitis

Regelmäßige intensive Hautpflege durch Eincremen kann helfen, den Hautzustand zu stabilisieren und die Haut zu schützen. Wichtig ist, die Hautbarriere durch eine langfristige Basistherapie zu stärken. Zur Basistherapie gehört eine sanfte Hautreinigung zusammen mit geeigneter Pflege z.B. mit Neurodermitis Creme oder Hautlotionen.

Produktempfehlungen


Bei Neurodermitis ist die natürliche Barrierefunktion der Haut gestört. Dadurch  können Allergene und Reizstoffe eindringen. Um die Schutzschicht zu reparieren und eine extreme Hauttrockenheit zu lindern, ist  eine konsequente und regelmäßige Hautpflege unentbehrlich.

Eincremen bei Neurodermitis

Wie oft und womit bei Neurodermitis eincremen?

Zweimal am Tag ist Minimum, dreimal wäre besser. Tragen Sie die Pflege dabei großzügig und mit schonenden, kreisenden Bewegungen auf. So vermeiden Sie zusätzliche Hautirritationen. 
Besonders wirkungsvoll ist das Eincremen nach dem Duschen oder Baden, da die Haut die Feuchtigkeitspflege sehr gut aufnehmen kann.

Cremen Sie sich vollständig mit einer für Neurodermitiker geeigneten Creme oder Lotion ein, um die Trockenheit zu lindern und die Hautbarriere zu stärken.

Experten-Information

Bevor Sie mit dem Eincremen beginnen, unbedingt die Hände waschen. Sonst können schädliche Bakterien und Schmutz in die Haut gelangen.

Cremes und Lotionen zur Körperpflege

Welche Produkte sind geeignet?

Geeignete Cremes bzw. Pflegeprodukte sollten speziell für neurodermitische Haut entwickelt sein, um den Mangel an Lipiden und Feuchtigkeit wirksam auszugleichen. Die Produkte sollten außerdem frei von Allergenen und belastenden Inhaltsstoffen sein wie z. B. Duft- oder Farbstoffe.
 

Zur Regenerierung

der natürlichen Schutzbarriere und Stärkung der Haut:
Produkte mit Omega-6-Fettsäuren.

Zur Hautberuhigung

und Reduzierung von Hautrötungen:
Produkte mit Licochalcone A als Inhaltsstoff.

Gut einziehende, feuchtigkeitsspendende Wasser-in-Öl-Lotionen mit diesen Inhaltsstoffen ansehen.

Haut reinigen bei Neurodermitis

Zur Hautreinigung sollten bevorzugt sehr milde Reinigungsprodukte mit einem hautfreundlichen pH-Wert verwendet werden, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreifen. Besonders geeignet sind Produkte mit einem hohen Anteil an rückfettenden Substanzen, wie medizinische Ölbäder (Ölanteil ca. 80-90 Prozent) und Duschöle (Ölanteil bei 65 Prozent).
Mehr zu Hautreinigung bei Neurodermitis:

Experten-Information

Speziell für Säuglinge eignen sich auch Duschöle als Badezusatz, die einen hohen Anteil (65 %) an pflegenden Lipiden enthalten. Generell empfehlen wir, Duschöle ab einem Lipid-Anteil von 50 % zu benutzen. Zum Vergleich: Bei einigen handelsüblichen Standardduschgels liegt der Wert des Lipid-Anteils bei unter 1 %.

Duschen, Baden, Abtrocknen

Neurodermitis-Creme nach dem Duschen

Baden ist  als regelmäßige Pflegemaßnahme bei Neurodermitis durchaus möglich, denn das Badewasser löst bakteriell belastete Schuppen aus der Haut. Verwenden Sie dafür spezielle Badeöle mit Lipiden, um einen rückfettenden Effekt zu erzielen.

Nach dem Baden sollte die Haut trocken getupft werden:
Raue Handtücher, Massagehandschuhe und -schwämme oder gar Peelings sind für Neurodermitiker nicht zu empfehlen.

Duschen
Nicht zu heiß duschen (höchstens 32°Celsius): Nicht zu oft und  zu lange unter der Dusche stehen.


Nach dem Baden oder Duschen sollte umgehend gecremt werden, damit die Haut nicht austrocknet.