Lichttherapie bei Neurodermitis

Lichttherapie bei Neurodermitis

Die Behandlung mit UV-Licht (Ultraviolettstrahlung) besitzt inzwischen einen festen Stellenwert in der  Neurodermitis-Therapie. Diese Art der Phototherapie kann das Immunsystem in den oberen Hautschichten beruhigen und hat einen anti-entzündlichen Effekt. Für einen Behandlungserfolg sind zumeist mehrere Sitzungen (je nach Schweregrad unterschiedlich) notwendig. Sie können ambulant in einer Hautarztpraxis erfolgen.

Spezielle Lichttherapien für Neurodermitiker tragen aber potentielle Nebenwirkungen mit sich: So besteht zum Beispiel das Risiko von Herpes-Infektionen, vorzeitiger Hautalterung und es besteht möglicherweise ein erhöhtes kanzerogenes Risiko.

Die Leitlinien für Neurodermitis empfehlen eine Lichttherapie nur erwachsenen Neurodermitis-Patienten.

 

Optionen der Lichttherapie bei Neurodermitis

Je nachdem, welches Strahlenspektrum bei der Lichttherapie genutzt wird, bestehen folgende Optionen:

•    Behandlung mit UVB-Bestrahlung: man unterteilt hier weiter in die Behandlung mit UVB Breitband (280-320 nm) und UVB Schmalband (311-313 nm); zumeist wird letztere angewendet.
•    Behandlung mit UVA-Bestrahlung: v.a. wird hier mit UVA-1 (340-400nm) bestrahlt. Dabei können verschiedene Dosierungen (Hochdosis, mittlere Dosis, Niedrigdosis) eingesetzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit UVA-1 in Kombination mit UVB einzusetzen.
•    PUVA: diese Abkürzung steht für eine Kombination von Psoralenen (natürlicher Wirkstoff, der in den ätherischen Ölen bestimmter Pflanzen vorkommt und die Haut für UV-Licht sensibilisiert) mit UV-A Strahlung. Die Patienten bekommen vor der Bestrahlung eine Tablette verabreicht, die die Psoralen enthält. Es ist die wirksamste Form der Lichttherapie, allerdings geht sie auch mit potentiellen Risiken einher, deshalb wird sie zumeist nur bei schweren Fällen angewendet.
•    Balneo-PUVA-Therapie: Alternativ zur oralen Einnahme, kann man die Psoralen auch topisch verabreichen. Dabei lässt man das Psoralen in ein Bad über 20 min einwirken oder verabreicht sie über eine Creme, diese lässt man über 30 Minuten einwirken. Anschließend erfolgt dann die UVA-Bestrahlung. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil eines geringen Nebenwirkungspotentials.