Ein Dermatologe ist ein auf Hautkrankheiten spezialisierter Facharzt. Er befasst sich mit der Abklärung, Behandlung und Betreuung von Patienten mit nichtinfektiösen und infektiösen Erkrankungen der Haut sowie mit gut- und bösartigen Hauttumoren. Zu seinem Aufgabengebiet gehört u. a. die Behandlung von Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt. Falls Sie an einer Neurodermitis leiden oder typische Symptome der Neurodermitis an sich beobachten, sollten Sie auf jeden Fall einen Dermatologen aufsuchen. Durch die Beratung und Behandlung eines Facharztes kann Ihnen gezielt geholfen werden und die für Sie geeignete Behandlungsform ermittelt werden. In vielen Fällen ist auch eine Kombination unterschiedlicher Behandlungsformen sinnvoll.

Unser Tipp

Machen Sie sich vor dem Arztbesuch Notizen über Ihre Symptome und Beschwerden, aber auch wann und in welchem Zusammenhang Ihre Beschwerden das erste Mal auftraten, z.B. durch bestimmte Nahrungsmittel, veränderte Lebensumstände, saisonale Faktoren oder Stress. Auch Fragen zur Diagnose und Therapie, die Sie dem Arzt stellen möchten, sollten Sie sich vorher notieren, damit Sie diese im Gespräch nicht vergessen. Es kann empfehlenswert sein, ein Neurodermitis-Tagebuch zu führen, da jede Neurodermitis individuell verursacht und ausgeprägt ist. Oft kann nur über einen längeren Zeitraum beurteilt werden, welche auslösenden Faktoren bei Ihnen eine Rolle spielen, und wodurch sich Ihr Hautzustand verbessert oder verschlechtert.

Hautärzte in Ihrer Nähe

Möchten Sie sich über Hautärzte und Hautkliniken in Ihrer Nähe informieren, können Sie die Datenbank der Derma.de nutzen, das ist die Seite der deutschsprachigen Dermatologie.

Leitlinie zum Thema Neurodermitis

In der Dermatologie gibt es - wie in anderen medizinischen Fachrichtungen auch - Leitlinien zur Therapie, die von medizinischen Expertengremien erstellt werden. Ziel dieser Leitlinien ist eine Bewertung der unterschiedlichen Therapieformen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft. Nutzen und Risiko der unterschiedlichen therapeutischen Möglichkeiten können so besser beurteilt werden. Dadurch soll der Arzt eine zusätzliche Entscheidungshilfe für die individuelle Auswahl einer geeigneten Therapie erhalten. Dargestellt werden in den Leitlinien auch Therapieformen, deren Wirksamkeit nicht oder nicht ausreichend erwiesen ist. In den Leitlinien finden sich darüber hinaus auch wertvolle Informationen über allgemeine Aspekte der Neurodermitis wie z.B. den Krankheitsverlauf, mögliche Komplikationen oder typische Provokationsfaktoren. Die Leitlinie richtet sich explizit nicht nur an Ärzte, sondern auch an Patienten und Angehörige und soll diesen gesicherte Informationen zu verschiedenen Therapieoptionen vermitteln.

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News

Im Februar 2012 forderten die Dermatologen verbesserte Therapiebedingungen für Patienten, die unter Allergien leiden, dazu zählen auch Neurodermitiker . Schätzungsweise 1,4 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden an Neurodermitis – das entspricht 1,1 Millionen Betroffenen!

Hier geht es zu weiteren Informationen zur weltweit größten genetische Studie zu Neurodermitis