Gesichtspflege bei Neurodermitis

Neurodermitis bei Erwachsenen äußert sich in einer generell hochgradig trockenen Haut.

Die Gesichtshaut ist zusätzlich besonders sensibel und benötigt daher spezielle Pflegeprodukte, die möglichst auch an Neurodermitis-Patienten getestet sein sollten. Im Gesicht ist besonders die Augenumgebung betroffen, manchmal sogar die Lider: Durch die Trockenheit bilden sich kleine Fältchen und Schüppchen. Aber auch die übrige Gesichtshaut ist gereizt, was oft Rötungen und ein Spannungsgefühl verursacht.

Produktempfehlungen

Experten-Information

Das Gesicht, insbesondere die Augenlider, Stirn, Wangen, Mundbereich und Lippen sind im Kindesalter sowie bei Erwachsenen häufig von Neurodermitis betroffen. Die Hauterscheinungen in den schubfreien Intervallen sind in der Regel wenig stark ausgeprägt und manifestieren sich als allgemein trockene und raue Haut; die Ausbruchsperioden (Schübe) sind zusätzlich durch Rötung, starken Juckreiz und Spannungsgefühl gekennzeichnet. Da das Gesicht üblicherweise ein nicht durch Kleidung geschützter Körperbereich ist, können zahlreiche Umweltfaktoren wie z.B. Pollen, Kälte und Wind eine negative Wirkung auf die Haut haben. Aus diesen Gründen ist die Gesichtshaut bei Neurodermitikern besonders sensibel und benötigt Pflegeprodukte, die speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt und getestet worden sind.

Womit reinige ich die Gesichtshaut bei Neurodermitis?

Ungeschminkte Haut reinigen Sie am besten mit reichlich Wasser. Danach empfiehlt es sich, das Gesicht mit einem weichen Handtuch leicht abzutupfen und einzucremen.
Bei Nutzung von Make-up ist es sinnvoll, die Haut mit einer Lotion oder sanften Reinigungsmilch für trockene und empfindliche Haut zu reinigen.

Hinweis: Sie finden geeignete Gesichtspflege-Produkte am Ende dieser Seite.

Tipp:

Sollte eine Allergie gegen Kosmetik- oder Pflegeprodukten bereits bekannt sein, ist eine sorgfältige Überprüfung der Inhaltsstoffe der verwendeten Reinigungs- und Pflege-Produkte sowie der Make-up-Produkte notwendig, um den Kontakt mit möglichen Allergieauslösern zu vermeiden.

Tagespflege und Make-up

Die Gesichtspflege der Neurodermitiker sollte Rötungen mindern, die Haut beruhigen und die epidermale Barriere stärken, möglichst ohne dabei einen sichtbaren Fettfilm zu hinterlassen. Produkte, die Omega-6-Fettsäuren aus natürlichem Nachtkerzensamenöl und Traubenkernöl enthalten, haben sich besonders bewährt.
Als Grundlage für das Make-up sollten sie ebenso geeignet sein wie als Tages- und Nachtpflege. Gegen Faltenbildung gibt es aus der medizinischen Hautpflege spezielle Pflegeprodukte für Neurodermitiker, die trockene und gespannte Gesichtshaut nicht nur beruhigen, sondern auch feinen Trockenheitsfältchen entgegenwirken. Die Pflege sollte regelmäßig morgens und abends erfolgen, bei Bedarf auch häufiger.

Besondere Probleme der Männerhaut durch die Rasur

Eine optimale Rasiercreme darf bei Männern nach der Rasur keine Hautirritationen hervorrufen. Zur anschließenden Pflege empfehlen sich spezielle Gesichtcremes für Neurodermitiker und trockene Haut. Die Produkte sollten eine angenehme Textur haben und sich leicht auf der Haut verteilen lassen. Ideal sind Cremes mit Omega-6-Fettsäuren aus natürlichem Nachtkerzensamenöl und Traubenkernöl.

 

Nach der Rasur

Bei Trockenheitsfältchen empfiehlt es sich, ein Hautpflegeprodukt zu verwenden, das Fältchen mindert und gleichzeitig Entzündungen und Spannungsgefühlen der Haut vorbeugt.

Schminken bei Neurodermitis

Tragen Sie Make-Up am besten auf eine geeignete Unterlage auf. Das kann eine Tagescreme sein, die Sie gut vertragen, oder eine spezielle Creme für die Bedürfnisse der Haut bei Neurodermitis. Das Make-up sollte nicht direkt auf gerötete und entzündete Stellen aufgetragen werden. Im akuten Schub auf Make-up möglichst ganz verzichten und nur eine Gesichtspflege zu benutzen, bis die Haut sich wieder beruhigt hat. Rötungen und Entzündungen gehen umso schneller zurück, je konsequenter Reizung vermieden und die Haut regelmäßig gepflegt wird.

Neurodermitiker leiden häufig unter trockenen, rissigen und aufgesprungenen Lippen oder eingerissenen Mundwinkeln, besonders in den Wintermonaten. Spezielle Lippenpflegeprodukte, die hautberuhigende und entzündungshemmende Wirkstoffe wie z.B. Licochalcone A enthalten, können bei regelmäßiger Anwendung (mehrmals täglich) solche Beschwerden lindern.

Wenn Sie dekorative Lippenstifte benutzen, sollten Sie darauf achten, dass diese die empfindliche Haut der Lippen nicht austrocknen und - noch wichtiger - keine für Sie Allergie auslösenden Inhaltsstoffe enthalten.

Tipp:

Benutzen Sie eine spezielle Lippenpflege als Unterlage, bevor Sie den Lippenstift auftragen.

Spezielle Lippenpflege

Neurodermitiker leiden oft unter trockenen, rissigen und aufgesprungenen Lippen oder eingerissenen Mundwinkeln. Das sogenannte Lippenleckekzem, eine oft auch schmerzhafte entzündliche Rötung um den Mundbereich, ist ebenfalls ein verbreitetes Problem bei Neurodermitis, besonders in den Wintermonaten. Spezielle Lippenpflegeprodukte, die hautberuhigendes, anti-entzündlich wirksames Licochalcone A enthalten, können helfen. Wenn Sie dekorative Lippenstifte benutzen, sollten Sie darauf achten, dass diese die empfindliche Haut der Lippen nicht austrocknen und keine allergenen Inhaltsstoffe enthalten.

Tipp:

Benutzen Sie eine spezielle Lippenpflege oder eine Fettcreme als Unterlage, bevor Sie den Lippenstift auftragen.

Wie ist es mit Augen-Make-up?

Auch hier gilt: Bei geröteten und entzündeten Augenpartien sollten Sie möglichst ungeschminkt bleiben. Benutzen Sie eine spezielle Augencreme für trockene Haut und Neurodermitis oder die Gesichtscreme, die Sie auch sonst gut vertragen, solange bis Rötung und Entzündung abgeklungen sind.
Etwas Wimperntusche können Sie probieren, wenn Sie ein Produkt verwenden, das Sie gut vertragen. Lidschatten und Eyeliner sollten Sie lieber erst auftragen, wenn die Haut sich durch eine medizinische Gesichtspflege wieder beruhigt hat.

Tipp:

Beachten Sie dabei, dass häufige Allergieauslöser auch in Eyeliner, Lidschatten, Mascara und Lippenstifte enthalten sein können.

Wenn die Augen (Lider) betroffen sind

Neurodermitis kann auch nur vereinzelnd an bestimmten  Körperstellen auftreten: Das  atopische Lidekzem ist ein Beispiel dafür. Dabei  ist die Haut in der Umgebung der Augen zumeist rötlich, verdickt und oft auch schuppig. Provokationsfaktoren sind meistens Pollen oder Hausstaubmilben-Exkremente.

Peelings und Masken trotz Neurodermitis?

Alles, was die Haut reizt und strapaziert, sollten Sie grundsätzlich vermeiden: Das gilt somit auch für Peelings. Gesichtsmasken sind bei Rötungen und Entzündungen gleichfalls nicht zu empfehlen.

Tipp:

Probieren Sie neue Cremes oder Masken stets vorab nur an einer kleinen Stelle im Gesicht oder an der Innenseite des Handgelenks aus. Wenn möglich, nutzen Sie dafür Probepackungen.
Informieren Sie sich auch über Sonnenschutz bei Neurodermitis.