Neurodermitis bei Neugeborenen und Säuglingen

Entwicklungsstufen eines Kindes:
1. Ungeborenes (Embryo, Fötus ab 9. Schwangerschaftswoche)
2. Neugeborenes (bis zum 28. Lebenstag)
3. Säugling, Baby (1. Lebensjahr)
4. Kleinkind (2.- 3. Lebensjahr)
5. Kind (3.-14. Lebensjahr), gegliedert in:
  • frühe Kindheit (3.- 6. Lebensjahr)
  • mittlere Kindheit (7.- 10. Lebensjahr)
  • späte Kindheit (11.- 14. Lebensjahr)

Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die meist in Schüben auftritt. Neurodermitis ist nicht ansteckend.
Bei Betroffenen ist die natürliche Schutzbarriere der Haut geschwächt. Durch das Fehlen von Barrierelipiden ist die Epidermis vermehrt durchlässig. Daher kann die Haut Feuchtigkeit nicht richtig speichern und trocknet aus. Gleichzeitig können Allergene von außen leichter in die Haut eindringen und eine Sensibilisierung verursachen. 

Die Ursachen der Neurodermitis sind vielfältig. Man vermutet, dass erbliche Faktoren eine Hauptursache spielen. Sind/Waren bereits Vater und/oder Mutter Neurodermitiker, besteht ein erhöhtes Risiko, dass auch der Nachwuchs Neurodermitis bekommen wird.

Milchschorf und Kopfgneis

Von der chronischen Hautkrankheit können schon Babys betroffen sein. Erste Merkmale treten zumeist an der Kopfhaut und im Gesicht auf und werden oft als „Milchschorf“ bezeichnet, denn die verkrusteten Stellen sehen angebrannter Milch ähnlich. Leicht zu verwechseln ist der Milchschorf mit einer übermäßigen Talgbildung, „Kopfgneis“ genannt. Mit Neurodermitis hat dieses Phänomen aber nichts zu tun.

Erste Neurodermitis-Anzeichen erscheinen zumeist erst nach dem dritten Lebensmonat. Nässende und verkrustete Stellen bilden sich nicht nur im Gesicht und am behaarten Babykopf, sondern auch an anderen Körperstellen wie Armen und Beinen. Dort ist die Haut auffällig trocken, schuppig, gerötet und juckt. Oft ist der Juckreiz so massiv, dass er zu einem Kreislauf aus Jucken, Kratzen und noch stärkerer Ekzembildung führt.

Ein oft bei Babys vorkommender Hautausschlag im Windelbereich wird zwar als Windeldermatitis bezeichnet, steht aber nicht mit Neurodermitis in Verbindung. Häufiger Windelwechsel und Vermeidung von länger andauernder Nässe beugen Entzündungen vor.

Bei Kindern, die Neurodermitis-Symptome erst im Alter zwischen zwei Jahren und der Pubertät entwickeln, sind oft Ellenbeugen, Kniekehlen, Nacken, Hals, Hände und Knöchel betroffen. Sonderformen der Neurodermitis sind die sogenannten Lutsch- und Saugekzeme um den Mund herum, Lidekzeme sowie Hand- und Fußekzeme („Winterfüße“).

Per Klick auf die Begriffe hinter dem Pfeilsymbol gelangen Sie für weitere Informationen auf die entsprechenden Seiten.

Vorbeugung

Zu den bekanntesten Auslöse-Faktoren zählen das Abstillen und der Beginn der Beikost.
Primär vorbeugen gegen Neurodermitis und generell gegen Allergien, Ernährungsempfehlungen Kind. 

Ganzen Artikel sehen

Die Babyhaut

Die Haut eines Neugeborenen ist noch nicht vollständig entwickelt, drei- bis fünfmal dünner als die Haut von Erwachsenen und somit nicht so widerstandsfähig. Die Schutzfunktionen der Babyhaut müssen erst reifen.

Ganzen Artikel sehen

Symptome

Nach dem 2.-3. Lebensmonat können bei Babys Papeln, Bläschen und Krusten auf der Wange bzw. Milchschorf auf der Kopfhaut auftreten. Auch eine doppelte Lidfalte und dunkle Verschattungen der Augenregion sind charakteristisch bei Neurodermitis. 

Ganzen Artikel sehen

Körperpflege

Für die Behandlung eines Babys mit Neurodermitis ist eine dem Alter angepasste Hautpflege wichtig. Die Haut des Säuglings und des Kleinkindes ist besonders leicht irritierbar. Harnstoffpräparate können bei ihnen zu Brennen und Missempfindungen führen.

Ganzen Artikel sehen

Ernährung

Zur Vorbeugung gegen Neurodermitis beim Baby und Allergien im Allgemeinen werden diese Empfehlungen ausgesprochen: Stillen Sie das Baby 4 Monate.Füttern Sie Beikost (frühestens) ab vollendetem 4. Monat.

Ganzen Artikel sehen

Sonnenschutz für kleine Kinder

Säuglinge und Kleinkinder sollten bis zum Alter von zwei Jahren möglichst vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, also am besten im Schatten bleiben und  bei Ausflügen eingecremt werden. Bei Neurodermitis ist zusätzlich eine spezielle  Sonnencreme nötig.

Ganzen Artikel sehen