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Juckreiz kann viele verschieden Ursachen haben. Umstellungen in der Ernährung, oder Veränderungen im persönlichen Umfeld können genauso Auslösefaktoren darstellen, wie neue Reinigungsmittel beim Duschen. Beim duschen sollten Sie generell darauf achten, dass nicht zu lange und nicht zu warm geduscht wird, sonst trocknet die Haut zusätzlich aus. Wichtig ist auch, dass man milde und intensiv rückfettende Reinigungsmittel verwendet, die die Lipidschicht stärken. Bewährt haben 9l/Tensid-Kombinationen , sogenannte Duschöle. Parfümierte Seifen und Duschgele sind nicht geeignet. Wichtig ist auch die Pflege mit Körperlotions nach dem Duschen. Für die plötzlichen Juckreizattacken gibt es von Eucerin® ein Akutspray, das für den Krisenfall gedacht ist. Die Anti-Juckreiz-Wirkformel als Mikroemulsionsspray garantiert eine sehr feine Wirkstoffverteilung. Auch wird dank des Sprays ein einreiben überflüssig. Anwendung ab 2 Jahren und nur ergänzend zur Körperpflege.
Typischerweise ist der Juckreiz bei Neurodermitis abends und in den ersten Nachtstunden besonders stark. Sorgen Sie für einen ruhigen Tagesablauf, und vermeiden Sie unnötige psychische Belastungen. Lassen Sie den Tag ruhig ausklingen. Halten Sie das Schlafzimmer Ihres Kindes eher kühl, da Wärme Juckreiz provoziert und die Haut durch Schwitzen zusätzlich austrocknet. Schnelle Hilfe bei Juckreiz in der Nacht bieten Eisbeutel und Kühlelemente aus dem Tiefkühlfach. Bewährt hat sich auch, eine mit frischem Wasser und einigen Eiswürfeln gefüllte Blumenwasserspritze neben das Bett zu stellen und die juckende Haut bei Bedarf mit dem Sprühwasser abzukühlen. Auch das Auftragen einer gekühlten Creme und das anschlie Dende Einwickeln mit dauerelastischen Schlauchverbänden (Tubifast) kann helfen. Zusätzlich erschwert diese Methode das Kratzen. Feuchte Umschläge zB. mit Leitungswasser oder Schwarztee wirken ebenfalls juckreizlindernd.
Die Juckreizschwelle der Neurodermitishaut ist jedenfalls deutlich herabgesetzt, schon leichte mechanische und chemische Reize sowie psychische Spannungen erzeugen Juckreiz, der einen Kratzreflex auslöst.
Bereits beim ersten Auftreten des Juckreizes ist es sinnvoll eine Beschäftigung für Ihr Kind suchen, die vom Juckreiz ablenkt, zum Beispiel Aktivitäten wie Spielen, Sport, Basteln, Kochen oder Musizieren. Tadel, Verbote oder Bestrafung aufgrund des Kratzens sind falsch! Ein Verbot bewirkt jedoch in der Regel das Gegenteil.
Hier können so genannte Kratzalternativen helfen, welche gemeinsam mit dem Kind geübt werden können: Drücken, streicheln oder kneifen ist hautfreundlicher als kratzen. Manipulation der gesunden Haut ist ebenfalls ein Trick, der den Teufelskreis Jucken-Kratzen-Jucken verhindern kann. Bei Juckreiz soll nicht das juckende Ekzem, sondern die gesunde Haut daneben gekratzt oder besser gekniffen werden. Achten Sie dabei auf frisch gewaschene Hände und kurze Fingernägel, damit keine zusätzlichen Reizungen und Infektionen auftreten.
Ersatzweises Kratzen dient dazu, das Kratzbedürfnis ohne Schaden für die Haut zu stillen. Ihr Kind kann zum Beispiel einen Teddy oder ein mit Waschleder bezogenes Klötzchen kratzen.
Bei leichten Formen von Juckreiz sind autogenes Training oder andere Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung hilfreich, die auch von Kindern schon ab etwa dem dritten Lebensjahr erlernbar sind.
Als Soforthilfe bei plötzlichem Juckreiz finden Kinder Kühlung als wohltuend wie zB. Kühlpackungen aus dem Kühlfach, feuchte Umschläge, eine kurze, kühle Dusche oder auch ein kühlendes Bad mit einem polidocanolhaltigen oder gerbenden Zusatz. Nach dem Duschen oder Baden ist die Hautpflege besonders wichtig, um den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut wieder in Balance zu bringen.