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Der Juckkreislauf

Eine der häufigsten und unangenehmsten Begleiterscheinungen der Neurodermitis ist der quälende Juckreiz. Insbesondere für Kinder ist es sehr schwierig damit umzugehen. Einmal angefangen, ist der Juckreiz wie ein teuflischer Kreislauf:
Der Juckreiz führt fast unausweichlich zum Kratzen, was eine mechanische Verletzung des betroffenen Hautareals zur Folge hat. Entzündungsstoffe werden freigesetzt, die den bestehenden Juckreiz noch verstärken. Der verhängnisvolle Kreislauf beginnt: Jucken ... Kratzen ... stärkeres Jucken usw.

Zurückzuführen ist der Juckreiz bei Neurodermitis auf eine Störung der hauteigenen Schutzfunktion. Dabei kommt es zu einer Erhöhung des transepidermalen Wasserverlustes (TEWL), sprich die Haut verliert mehr Feuchtigkeit als gewöhnlich. Dadurch wird die Haut noch trockener, der Juckreiz setzt ein.

Der Juckreiz kann die Lebensqualität erheblich einschränken konzentriertes Arbeiten oder erholsamer Schlaf sind kaum mehr möglich. Gerade Kinder verstehen oft nicht, warum sie sich nicht kratzen dürfen und geraten so besonders schnell in den heimtückischen Juckkreislauf.