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Medizinische Hautpflege gilt als Basisbehandlung bei Neurodermitis und ist ein absolutes Muss. Eine regelmäßige Pflege ist besonders wichtig für die Haut und kann Neurodermitis-Schübe entscheidend verringern oder sogar verhindern. Gemeint ist hier eine Hautpflege mit medizinischen Wirkstoffen, die in Form von Cremes, Lotionen und Hautreinigungsprodukten angewandt wird. Diese Produkte sind in der Apotheke erhältlich und werden von geschultem Personal abhängig vom Hauttyp verkauft.
Wichtig ist, dass die Pflegeprodukte den verminderten Wasser- und Fetthaushalt ausgleicht und die Hautbarriere stabilisieren. Im Idealfall kann eine medizinische Hautpflege auch Symptome wie Rötung und Juckreiz lindern. Hier haben sich beispielsweise Feuchtigkeits-Produkte mit Omega-6-Fettsäuren in Kombination mit Licochalcone besonders bewährt.
Häufig liegen Allergien zu Grunde. Daher ist eine Allergiediagnostik zum Beispiel auf Tiere, Pflanzen, Pollen, Ernährung oder Kleidung meist sinnvoll. Bei nachgewiesenen Allergien sind die Allergene möglichst zu vermeiden und Maßnahmen zu ergreifen, die den Mangel kompensieren (z.B. sinnvolle Umstellung der Ernährung, Spezialbezüge für Bettwäsche, Spezial-Unterwäsche mit Silber, Vermeiden von Tierhaaren).
Während eines Schubes können entzündungshemmende Cremes verwendet werden, die in der Regel Kortikosteroiden oder Immunmodulatoren enthalten. Diese Behandlung sollte nur in Absprache mit einem Arzt gemacht werden.
Juckreiz ist einer der quälendsten Begleiterscheinungen der Neurodermitis. Sprays mit Polidocanol, Antihistaminika oder Mastzellenblocker können helfen, den Juckreiz zu lindern.
In vielen Fällen hat sich eine gezielte Bestrahlung der Haut mit Licht bewährt. UV-Licht gerät wegen der Hautkrebsgefahr immer wieder in die Kritik, Alternativen bieten die Sole-Photo- und die Bade-PUVA-Behandlung (Kombination aus Salzbad und Licht-Bestrahlung). Diese Behandlung kann ambulant in einer Hautarztpraxis durchgeführt werden.
Ein Klimawechsel kann für Neurodermitiker Wunder wirken. So ist es kein Zufall, dass sich viele Neurodermitis-Kliniken an entsprechenden Orten befinden: Nordsee, Totes Meer, Hochgebirgsregionen, aber auch ein Wüstenklima oder Atlantik-Luft können Linderung verschaffen.
Aufgrund der unterschiedlichen Faktoren bei Neurodermitis kann ein psychotherapeutischer Ansatz mit Stressbewältigung, Entspannungsübungen, Kratzalternativen sowie eine systematische Schulung zu Erfolgen führen.
Folgende Wirkstoffe haben sich zur Basispflege bei Neurodermitis besonders bewährt:
Nähere Beschreibungen zu diesen Wirkstoffen finden Sie unter der Rubrik „Hautpflege“, Kapitel „Wirkstoffe“. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zu Präparaten mit arzneilichen Wirkstoffen wie z.B. Kortison fragen Sie bitte Ihren Arzt.