Die Babyhaut

Nach der Geburt verfügt das Neugeborene zunächst über einen natürlichen Hautschutz, die sogenannte Käseschmiere. Das helle Talgdrüsensekret besteht aus abgestorbenen Hornzellen und Fett, wird ungefähr in der 17. Schwangerschaftswoche gebildet und schützt die Haut des Fötus im Fruchtwasser. Bei der Geburt dient es als natürliches Gleitmittel, nach der Geburt als Kälteschutz. Die im Sekret enthaltenen antibakteriellen Substanzen schützen das Baby vor Infektionen während oder unmittelbar nach der Geburt.
Beim Neugeborenen wird die Käseschmiere sanft entfernt. Danach sollten die Eltern die Pflege der Babyhaut übernehmen.

Die Haut eines Neugeborenen ist noch nicht vollständig entwickelt, drei- bis fünfmal dünner als die Haut von Erwachsenen und somit nicht so widerstandsfähig. Die Schutzfunktionen der Babyhaut müssen erst reifen. So ist der Barrierefilm zwischen den Hautzellen, der sich aus Fetten (Lipide) und Schweiß bildet, noch nicht stabil. Dadurch ist Babyhaut sehr viel durchlässiger, so dass sie rascher Feuchtigkeit verliert und austrocknet. Zudem werden Substanzen, mit denen Babyhaut in Berührung kommt, schneller aufgenommen und können leichter eindringen. Das gilt auch für Krankheitserreger und Keime.
Auch das Unterhautfettgewebe ist noch nicht vollständig entwickelt: Deshalb
ist die Babyhaut deutlich kälteempfindlicher als die Haut von älteren Kindern und Erwachsenen.
Übrigens: Die Gesichtshaut von Babys ist noch dünner als die Haut am übrigen Körper.

Tipps:
  • Badewasser sollte eine lauwarme Temperatur von höchstens 35 Grad haben.
  • Nur fünf bis maximal zehn Minuten baden.
  • Rückfettende Badezusätze verwenden.
  • Keine Schaumbäder einsetzen.
  • In den ersten Monaten brauchen Babys noch keine speziellen Pflegeprodukte wie Shampoos. Haare nur mit klarem Wasser waschen. Milchschorf kann nach dem Baden mit einem in Pflegeöl getränkten Waschlappen vorsichtig entfernt werden.
  • Keine Seife verwenden, weil sie die den natürlichen Säureschutzmantel angreift und die Babyhaut auslaugt. Dadurch wird die Barrierefunktion geschwächt. Vorzuziehen sind seifenfreie Syndets, die auf die hohe Empfindlichkeit und den pH-Wert der Babyhaut abgestimmt sind.Fetthaltige Cremes nur dünn auftragen: Sonst kann in gut geheizten Räumen oder in der warmen Jahreszeit auch draußen ein Hitzestau entstehen.
  • Fingernägel des Babys kurz und stumpf halten, damit es die Haut nicht aufkratzen kann. Für Säuglinge gibt es spezielle
  • Nagelscheren mit abgerundeten Spitzen. Finger- und Fußnägel sollten gerade geschnitten werden, am besten nach dem Baden. Schneiden wird erst erforderlich, wenn die Nägel so lang werden, dass das Kind sich kratzen könnte. In den ersten vier Lebenswochen ist das meistens noch nicht der Fall.
  • Dem Baby für die Nachtruhe Baumwollhandschuhe anziehen, damit es sich beim etwaigen Kratzen nicht die Haut verletzt.
  • Nachts Zimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit niedrig halten.